Der Verein und seine Geschichte

Gründung:

Am 23. Januar 1929 versammelten sich im Gasthaus Burkhardt auf Einladung einiger Burschen eine Anzahl junger Leute und Männer zwecks Gründung eines Schützenvereins. Herr Georg Schaudig verlaß der Versammlung die herbeigeholten Statuten der Zimmerstutzengesellschaft Wassertrüdingen. Es waren sofort 18 Anwesende bereits sich zu einem Schützenverein zusammenzuschließen und somit war der Verein lebensfähig.

Auf Anregung wurde dann an die Wahl eines I. und II. Vorstandes, eines Schriftführers und Kassiers und zweier Ausschußmitglieder geschritten. Aus der Wahl gingen die Herren Karl Berger als I. Vorstand, Otto Albrecht als II. Vorstand, Georg Schaudig als Schriftführer und Kassier und die Herren Friedrich Christ und Friedrich Meierhuber hervor, letztere als Ausschußmitglieder. In sehr zuvorkommender Weise hat sich Herr Georg Stark bereit erklärt, den Vereinsdiener und Zielposten im Interesse des Vereins kostenlos auf ein Jahr zu übernehmen. Herr Gastwirt Fritz Burkhardt ist bereit, seinen Tanzsaal mit anschließendem Zimmer dem Verein zu Schießübungen, welche auf jeden Samstag festgesetzt sind, zur Verfügung zu stellen...

(Auszug aus dem Protokollbuch des Vereins im Jahr 1929)


Fahnenweihe:

Bei wolkenlosem Himmel erklang am Sonntag, den 03. Juli 1966, um 06:00 Uhr der Weckruf der Festkapelle und Voranritt von 3 Reitern durch die Straßen des Dorfes, das einen Festschmuck angelegt hatte wie es wohl selten vorgefunden wird. Um 07:00 Uhr marschierte der Schützenverein mit Musik durch das Dorf und holte die Festjungfrauen und den Schirmherrn in der Wohnung ab. Der Zug bewegte sich bis zum Ortseingang von Wassertrüdingen, wo der Patenverein empfangen wurde. Auf dem Rückweg zur Festhalle wurden die Freiwillige Feuerwehr und der Kriegerverein beim Gasthaus Burkhardt und der Schützenverein Dornstadt an der Mühle im Zug aufgenommen. Punkt 08:30 Uhr bewegte sich der Festzug vom Festplatz zum Kriegerdenkmal. Nach einem Choral begrüßte der 1. Schützenmeister Karl Kaltheiss die Festversammlung und leitete die Fahnenenthüllung ein. Anschließend an dem von Gerda Rau vorgetragenen Prolog übernahm die Fahnenbraut Marianne Wagner die enthüllte Fahne und übergab diese mit verpflichtenden Worten an den Junker Georg Reichenthaler. Nach dessen Fahneneid knüpfte Elfriede Ballheimer das Ehrenband der Festjungfrauen an die neue Fahne. Hernach sprach der 1. Schützenmeister des Patenvereins, Karl Schwarz, Ostheim verbindende Worte der Kameradschaft und heftete das Patenband an unsere Fahne. Als Gegengabe heftete Gerda Schweinzer ein Patenband an die Ostheimer Fahne. Der Choral "Wir treten zum Beten vor Gott dem Gerechten" beschloss die Enthüllungsfeier und dann legte der Schirmherrr Georg Behyl sen. mit rührenden Worten zum Gedenken der Gefallenen und Vermissten beider Weltkriege einen Kranz am Denkmal nieder. Ein Gedicht von Gerlinde Schiele und das Musikstück vom Guten Kameraden beendete die Feier am Ehrenmal...

(Auszug aus dem Protokollbuch des Vereins im Jahr 1966)


50-jähriges Gründungsfest:

Mit dem Bieranstich eröffnete Auhausens Bürgermeister Karl Kolb am Freitag abend die viertägige Jubiläumsveranstaltung des Schützenvereins. In seiner Ansprache ging erster Schützenmeister Karl Kalteiß auf die Gründung des Vereins vor 50 Jahren ein. Er berichtete, wie sich damals 18 junge Männer zu der Schützengesellschaft zusammenschlossen, einen Vorstand wählten und 50 Statuten festsetzten. Als weitere herausragende Ereignisse in der Vereinsgeschichte nannte er die Fahnenweihe 1966 und den Bau des Schützenheims 1976. Lobend erwähnte Kalteiß in diesem Zusammenhang, daß beim Bau außer 40 Mark keinerlei Lohnkosten anfielen.Bundestagsabgeordneter Lemmrich und Bürgermeister Kolb gingen in ihren Ansprachen auf die jahrhunderte alte Schützentradition ein. Gauschützenmeister Karl Spielberger aus Nördlingen ehrte dann zusammen mit seinem Stellvertreter Löschner langjährige Mitglieder des Vereins. Sportlich heiter ging's am Samstag abend im Festzelt zu. Immer einen Witz auf den Lippen, leitete der Humorist Jakob Welzenbach durch's Programm. Zunächst zeigte die Sportakrobatin Elfriede Baumann vom DJK Wasseralfingen (mehrfache deutsche und württembergische Meisterin) schwierige Kunststücke auf der Bühne. Unter das Publikum verteilten sich die Rieser Goiselschnalzer, die für ihre gelungenen Vorführungen viel Applaus erhielten. Ganz groß im Vermehren von Geldscheinen und Weinflaschen präsentierte sich der Zauberkünstler Rondini. Ganz "nebenbei" zauberte er Tücher und Blumen in Massen aus einer Kiste heraus und zuguterletzt auch noch ein kleines Mädchen. Für viel Gelächter sorgten der riesige (2,18 Meter) Jäger und der kleine Angler; zum Mitsingen animierten das Gesangsduo Welzenbach...

(Auszug aus den Rieser Nachrichten vom 10. Juni 1980)


Umbenennung und Satzungsänderung:                        

In der Mitgliederversammlung am 20. Oktober 2018 wurde der Änderungsvorschlag, den Verein in Schützen- und Sportverein Auhausen umzubennen, sowie die Erweiterung des sportlichen Angebotes um die Sportarten Kegeln, Volleyball und Leichtathletik und die damit verbundene Satzungsänderung, von 100% der anwesenden Mitglieder befürwortet.

Der Verein wird sich somit in einen Mehrspartenverein umgliedern und ist Mitglied beim Bayerischen Sportschützenbund e.V. sowie ab Januar 2019 Mitglied beim Bayerischen Landes-Sportverband e.V.

Die Eintragung im Vereinsregister fand am 12.11.2018 statt. Der Verein nennt sich somit ab sofort Schützen- und Sportverein Auhausen e.V.